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Reiseziel: Sofia

Sofia, Bulgarien

Air Serbia, Partnerairline von Air Berlin, hat sich zu einer der wichtigsten Airlines auf dem Balkan gemausert. Bisher hatte ich noch nicht die Gelegenheit, mit ihnen zu fliegen, aber das sollte sich ändern. Auf der Suche nach einem interessanten Wochenendausflug bin ich auf Sofia in Bulgarien gestoßen. Direktflüge ab Berlin waren für meine Daten etwas teuer, sodass ich einen Flug mit Umsteigen in Belgrad buchte. Damit konnte ich auch meine Topbonus-Statusvorteile nutzen und die Air Serbia Pemium Lounge in Belgrad besuchen.

Sofia, Bulgarien
Sofia, Bulgarien

Sofia ist eine der günstigsten europäischen Städte, in denen ich bisher war. Das spiegelt sich natürlich auch im Zustand der Straßen und Gebäude wider, aber ich denke, dass die bulgarische Hauptstadt gerade jetzt ein lohnenswertes Ziel darstellt. Seit dem EU-Beitritt Bulgariens im Jahr 2007 befindet sich die Stadt im Umbruch. Es wird viel in die Infrastruktur investiert (z.B. in die sehr moderne U-Bahn) und zwischen den grauen Bauten aus den Zeiten des Kommunismus sprießen immer mehr moderne Gebäude aus dem Boden. Das geschieht zwar, wie man vor Ort oft hört, mit bulgarischer Geschwindigkeit, aber man spürt den Umschwung. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, diese Stadt im Wandel zu besuchen.

Sofia, Bulgarien
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Die Geschichte Sofias fängt im 7. Jahrhundert v. Chr. an, als der thrakische Stamm der Serden dort die Stadt Serdica gründete. Etwa 300 Jahre später wurde Serdica von Philipp II. von Makedonien erobert, bevor das heutige Sofia im Jahr 29 v. Chr. von den Römern eingenommen wurde. Unter der Herrschaft der Römer entwickelte sich die Stadt als Ulpia Serdica zu einer blühenden Metropole mit großer militärischer Bedeutung. Im Mittelalter war Sofia unter dem Namen Sredez Hauptstadt des Ersten Bulgarischen Reichs des Khans Krum. Die Stadt wurde aber mehrmals von den Hunnen, den Goten, den Petschenegen und Kreuzrittern überrannt. Dazu kamen noch die Osmanen, die die Stadt von 1386 bis 1878 besetzten. Seit dem 22. März 1879 ist Sofia die Hauptstadt des wiedererstandenen bulgarischen Staates.

Sofia, Bulgarien
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Noch heute findet man viele Überbleibsel aus der Antike und dem Mittelalter. Dazu zählen die alten Stadtmauern, römische Thermen, Synagogen, Moscheen und Kirchen. Das Stadtzentrum ist recht kompakt, sodass man die wichtigsten Dinge zu Fuß erreicht. Für Sofia alleine sind zwei Tage fast schon zu viel. Es bietet sich aber an, einen Tagesausflug z.B. zum Kloster in Rila oder nach Plowdiw zu unternehmen. Der Witoscha-Berg im Süden der Stadt eignet sich gut zum Wandern und Entspannen. Schönes Wetter wäre natürlich empfehlenswert 😉

Sofia, Bulgarien
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Die Bulgaren waren zu Zeiten der Sowjetunion ein kommunistischer Satellitenstaat. Architektonisch war diese Zeit natürlich sehr prägend. Während die Plattenbauten in den äußeren Bezirken ziemlich trist wirken, machen die Gebäude der kommunistischen Regierungspartei im Stadtzentrum mehr her. In einem dieser Gebäude sitzt heute das Bildungsministerium, was sich die Räumlichkeiten witzigerweise mit einem Casino und einem Stripclub teilt…

Sofia, Bulgarien
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Fazit

Sofia ist eine günstige und sicher zu bereisende Stadt, die man mal gesehen haben kann. Bulgarien ist noch nicht ganz so weit wie andere osteuropäische Länder, was den wirtschaftlichen Aufschwung angeht. Sofia sieht daher bedeutend weniger Touristen als beispielsweise Prag oder Budapest. Dabei gibt es dort durchaus interessante Dinge zu sehen.

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